Was ist eigentlich Ergotherapie und wofür braucht man sie?

Der Begriff Ergotherapie leitet sich aus den lateinischen Begriffen érgon (was so viel wie „Arbeit“ bedeutet und therapeía (das bedeutet „Behandlung“) ab. Bei der Ergotherapie handelt es sich um ein medizinisches Heilmittel, dass die Handlungsfähigkeit und die Selbständigkeit (in der Bewältigung des Alltags) verbessern soll. Die Ergotherapie wird also von Menschen in Anspruch genommen, die von akuter Handlungsunfähigkeit bedroht sind. Die Gründe hierfür können unterschiedlich sein. So gibt es einige Menschen, die von Geburt an mit Störungen (z.B. in der Motorik) belastet sind und in der Ergotherapie eine Möglichkeit finden, die eigene Lebensqualität zu verbessern. Andere nehmen an ergo therapeutischen Behandlungen teil, nach dem Sie Beeinträchtigungen durch Erkrankungen (z.B. einem Schlaganfall) erlitten haben.

Die Behandlungskonzepte in der Ergotherapie sind vielfältig. Sie richten sich immer nach den Bedürfnissen der Patienten. Eine Behandlung in der Ergotherapie wird also immer nach den Patienten, ihren Erkrankungen und ihrer aktuellen Lebenssituation ausgerichtet. Oft ist es sogar notwendig das Umfeld des Patienten mit in die Therapie einzubeziehen um ganzheitliche Erfolge zu erzielen.

Zu den wichtigsten Behandlungskonzepten gehören die sensorische Integrationstherapie, das Bobath-Konzept und das Marburger Konzentrationstraining. Zusätzlich kommen weitere Therapiekonzepte, wie zum Beispiel die Lerntherapie, das Aufmerksamkeitstraining oder die Maltherapie zum Einsatz um den Patienten im Rahmen der Ergotherapie zu behandeln.

Eine Altersbegrenzung für die Durchführung einer Ergotherapie gibt es nicht. Bereits Kleinkinder können in einigen Fällen behandelt werden. Bei Kindern spielt die Ergotherapie vor allem bei der Behandlung von AD(H)S, von Autismus oder bei Lernstörungen eine wichtige Rolle. Auch in der Geriatrie (also die Lehre der Kranken, die im Alter eines Menschen häufiger kommen) ist die Ergotherapie sehr wichtig. Hier muss vor stellt vor allem die Multimorbidität (also das Vorhandensein von Mehrfacherkrankungen) bei älteren Menschen und die Förderung der eigenen Selbständigkeit bis hin ins hohe Alter eine wesentliche Herausforderung dar.

Quelle: Ergotherapie.org

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